Eine Entwicklung, die die westlichen Demokratien zersetzt
Dieser Titel ist auch als E-Book erhältlich
Wie die Reichsten dieser Welt nach der politischen Macht greifen
Massimo de Carolis schreibt über eine Entwicklung, die die westlichen Demokratien untergräbt. Die Weltherrschaft wird von neuen Königen begehrt, die nicht zwischen privat und öffentlich, Wirtschaft und Politik unterscheiden. Geld und Macht konzentrieren sich in wenigen Händen, und ihre Symbiose zersetzt Demokratie, Markt und Rechtsstaatlichkeit von innen. Die Gefahr ist groß, dass die staatliche Autorität mit den mächtigsten privatwirtschaftlichen Interessen so verschmelzen könnte, dass die extremen Ungleichheiten, der Despotismus und die Privilegien wiederaufleben, die die moderne Zivilisation eigentlich meinte hinter sich gelassen zu haben – eine Gefahr, die von der herrschenden Kultur hartnäckig ignoriert wird. Eine erneute Feudalisierung der sozialen Dynamiken erscheint immer realer. Im Klima chronischer Unsicherheit bleibt der Zivilbevölkerung scheinbar keine andere Wahl, als sich der einen oder anderen Macht anzudienen, um Schutz und Vorteile zu erlangen. Das System von Beziehungen, die auf Übereinkunft unter Gleichen beruhen, weicht einem, das auf Vasallenschaft basiert. Massimo De Carolis untersucht diese Entwicklung bis in ihre Wurzeln in der westlichen Modernisierung. Er zeigt die Gefahr eines Zerfalls der Demokratie, aber er verweist auch auf alternative Kräfte, die die Katastrophe abwenden können.